Geistheilung, spirituelle Lebensberatung und Ausbildung - selbstwärts - Praxis und Schule in Leipzig

 

selbstwärts handelt: Petition "Empfehlungspflicht für Ärzte"

 

Für mich als Geistheiler und intuitiven Lebensberater ist es sowohl Vorschrift als auch Frage der Vernuft, Klienten im Falle körperlicher Beschwerden an einen Vertreter der Schulmedizin zu verweisen. Grund ist, dass ich nicht die Ausbildung, die Möglichkeiten und schon gar nicht die Befähigung besitze, körperliche Symptomatik zu erkennen geschweige denn zu diagnostizieren und "richtig" damit umzugehen. Den Eindruck zu erwecken, ich könne meine Klienten von körperlicher Versehrtheit befreien, ist mir inneres und äußeres Verbot.

Ich halte es für angemessen, das Selbe den Vertretern der Schulmedizin abzuverlangen: Dort wo deren Grenzen überschritten sind oder nicht ausreichen. Die Petition hat die Aufgabe, dafür Bewusstsein zu schaffen.

Liebe Leser,

inspiriert vom gesunden Menschenverstand und einer Ungleichbehandlung ist die Petition "Empfehlungspflicht für Ärzte - Verweis auf ganzheitliche Therapeuten" entstanden. Im März 2009 wurde diese online-Petition zur Mitzeichnung freigegeben, innerhalb der Fristen haben sich 126 Mitzeichner gefunden.

Die Situation
Obwohl die Schulmedizin ihre Aufgaben sicherlich immer besser, effektiver und fundierter erfüllt, ist eine "Gesundung des Volkes" immer noch nicht eingetreten. Damit ist allem Anschein nach auch in naher Zukunft nicht zu rechnen. Dies ist keine "negative Programmierung", sondern ein Erfahrungswert zumindest von allen, die jemanden kennen, dem die Schulmedizin z.B. bei chronischen Erkrankungen nicht wirklich helfen konnte.
Die Schulmedizin wehrt sich noch immer nicht grundsätzlich gegen die (oft stille) Hoffnung ihrer Patienten, der Arzt könne sie "gesund machen". Das kann er nicht - zumindest nicht ohne die Mitarbeit des Patienten.

Eine Lösung?
Ich selbst bin beruflich darum bemüht, Menschen bei der Findung eines ganzheitlichen und umfassenden Selbst- und Lebensbildes zu unterstützen. Mein Ansatz und meine Erfahrung sind, dass sich innere (seelische, psychische, mentale, geistige etc.) Konflikte früher oder später auch im Körper bemerkbar machen. Vorzugweise als irgendeine Form der "Erkrankung". Meine Arbeit besteht in der Unterstützung für meine Klienten, "heilsame innere Kräfte" zu aktivieren, die eine Genesung unterstützen oder eine Erkrankung unwahrscheinlicher werden lassen.

Unser Wissensstand
Für viele ist die These, dass körperliche Erkrankung immer eine Folge eines inneren (seelischen, psychischen., geistigen, etc.) "Ungleichgewichts" ist, noch immer zu gewagt. Aber so weit muss man auch gar nicht gehen. Dass es Wechselwirkungen zwischen Innen und Außen (dem Geist und dem Körper) gibt, wird niemand mehr bestreiten wollen. Beispiele: Genesungswille. Heilsame positive Suggestionen des Arztes. Placebo-Effekt. Wenn wir also wissen, dass es diese Wechselwirkungen gibt, und wenn es Auftrag der Medizin ist, Patienten bei deren Genesung zu unterstützen, warum ist dann ein Verweis auf begleitende ganzheitliche Therapeuten nicht längst Usus?

Ethik
Der Hippokratische Eid gebietet es allen praktizierenden Medizinern, ihr Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen. Dass Genesung ein Prozess ist, der auch auf der seelischen (...) Ebene des Patienten stattfinden muss, ist den meisten Medizinern durchaus bekannt. Wird also der Hinweis unterlassen, dass es viele praktizierende Vertreter ganzheitlicher Ansätze gibt, welche die Genesung des Patienten möglicherweise entscheidend unterstützen können, empfinde ich dies als unehrenhaft. Es entspricht nicht den Maßgaben der Menschlichkeit, wenn ein solcher Hinweis wider besseres Wissen unterlassen wird.

Eigeninteresse?
Natürlich. Dass ich mit Erstellen dieser Petition auch ein Eigeninteresse verfolge, ist grundsätzlich nicht von der Hand zu weisen. Als Heilungsbegleiter / "Entwicklungs-Helfer" bin ich theoretisch einer derjenigen, auf die ein Mediziner im Sinne der Petition verweisen könnte. Meine Arbeit findet im Falle einer körperlicher Erkrankung begleitend zur Tätigkeit von Medizinern statt. Andererseits arbeite ich intuitiv, ausdrücklich nicht staatlich geprüft und anerkannt, weswegen ich für eine solche Empfehlung wohl kaum in Betracht kommen werde. Allerdings gibt es viele Menschen "mit Heilerlaubnis", die ähnlich arbeiten wie meine Kollegen und ich, und auf die ein seriöser Mediziner sehr wohl verweisen könnte, ohne vor seinen Patienten das Gesicht zu verlieren.

Zu den konkreten Inhalten:
Freiheit für den Patienten Der Patient bleibt jederzeit frei in seiner Entscheidung, den Verweis seines Arztes zu beachten oder nicht. Er soll lediglich darüber informiert sein, dass es begleitende ganzheitliche Ansätze gibt
Auswahl der Empfehlungen Dass der Arzt die Empfehlungen selbst auswählen darf, ermöglicht ihm, die aus seiner Sicht besten oder erfolgversprechendsten Ansätze auszuwählen. Denn seine Empfehlung soll wirklich eine EMPFEHLUNG sein.
Auswahl der Empfehlungen II Einige Mediziner empfehlen bereits heute - mehr oder weniger zaghaft - ihren Patienten begleitende ganzheitliche Therapien. Dies kann bei Erfolg der Petition kraftvoll und offen geschehen - denn der Arzt ist dann dazu verpflichtet.
Drei Empfehlungen Für die meisten Patienten wird es ungewohnt sein, sich mit ganzheitlichen Ansätzen zu beschäftigen. Sie sollen drei mögliche Empfehlungen erhalten, um selbst wählen zu können, aber nicht mehr als drei, um angesichts der Vielzahl der möglichen Therapieansätze nicht überfordert zu werden.

Und nun noch der im März 2009 zur Mitzeichnung freigegebene Text, der sich heute (Februar 2009) noch immer in der "parlamentarischen Prüfung" befindet. Es bleibt spannend.

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass therapeutisch Tätige einer Hinweispflicht auf Angebote ganzheitlicher oder ergänzender Therapien unterliegen.
Dieser Hinweispflicht sollen sie dann unterliegen, wenn ihre jeweilige Therapie für den Patienten oder Klienten nicht zugleich, ausdrücklich und naturgemäß sowohl auf die Abklärung und Behandlung körperlicher als auch „seelischer“ Ursachen abzielt.
Der Patient ist frei, dem Hinweis - bspw. in Form eines Informationsblattes - zu folgen.

 

Begründung

Wechselwirkungen zwischen psychischen/geistigen/seelischen Gegebenheiten und körperlicher Erkrankung können mittlerweile als belegt betrachtet werden.

Trotz hervorragender Möglichkeiten der modernen schulmedizinischen Diagnostik bleiben diese Ursachen im medizinischen Alltag zwangsläufig meist unbeachtet. Folge sind besonders bei chronischen Erkrankungen unnötige Krankheits- und Pflegekosten, sowie Austherapierungen durch einseitige und deshalb unzureichende Behandlungsmethoden. Vor allem aber ist die Folge eine Vielzahl von Menschen, welche unnötig Lebensqualität einbüßen.

Wer in seiner Therapieform einseitig seelische/psychische krankmachende Gegebenheiten seiner Klienten untersucht. ist längst zu dem Hinweis verpflichtet, der Klient möge sich gegebenenfalls in medizinische Behandlung begeben. Dies gilt vor allem für Therapeuten ohne Heilerlaubnis. Therapeutisch Tätigen mit Heilerlaubnis sollte nun der Weg geebnet werden, sich zum Wohle der Patienten ebenso umsichtig zu verhalten.

Viele Ärzte und sonstige Therapeuten erkennen bereits die Grenzen rein kärperlicher Therapieansätze. Ein Hinweis auf ergänzende / ganzheitliche Therapieformen mag auf freiwilliger Basis aus verschiedenen Gründen dennoch oft vermieden werden.

Der Patient bleibt stets frei, diesen Hinweisen zu folgen oder dies nicht zu tun.
Viele Patienten mit der inneren Bereitschaft zu ergänzenden Therapien fehlt Orientierung in diesem Bereich. Hier kann die Medizin durch einen selbstbewussten Schritt nach vorn eine wichtige Aufgabe erfüllen. Ein Verweis auf ganzheitlich ausgerichtete oder ergänzende Therapeuten durch den behandelnden Arzt kann seinen Patienten ermöglichen, diese (komplementären) Möglichkeiten für sich in Betracht zu ziehen. Der Arzt hat die Möglichkeit, auf diejenigen Therapeuten seiner Wahl verweisen, deren Aktivitäten im gegebenen Fall besonders angezeigt und viel versprechend erscheinen. Da der Arzt seine Empfehlungen selbst auswählen kann, ist er in der Lage, Therapeuten mit zweifelhaftem Ruf, zweifelhaften Arbeitsweisen oder zweifelhaftem Geschäftsgebaren von vornherein auszuschließen.

Denkbar ist die Schaffung eines Kataloges, der Kriterien für solche „empfohlenen Therapeuten“ festlegt. Er könnte Tätigkeitsprofile, Qualifikationen und gegebenenfalls auch Ausschlusskriterien enthalten. Der Aufwand für den Mediziner besteht darin, sich in sinnvollen zeitlichen Abständen (mind. jährlich) über mögliche weitergehende Maßnahmen einen Überblick zu verschaffen sowie die Empfehlungen nach Belieben auch inhaltlich für seine Patienten aufzubereiten.

Vorstellbar sind bereits jetzt etwa Verweise auf Heilpraktiker / HP für Psychotherapie, Kinesiologen, Vertreter der medizinischen Hilfsberufe, Masseure, Akupunkteure, Systemiker etc. sowie nach Schaffung eines Kriterienkatalogs für Therapeuten ohne Heilerlaubnis auch auf Gesundheitspraktiker, Coaches, Trainer, Begleiter, Geistheiler, Seelsorger, Lebensberater etc.