Geistheilung, spirituelle Lebensberatung und Ausbildung - selbstwärts - Praxis und Schule in Leipzig

 

spiritueller Lebensberater bei selbstwärts - Ein Selbstverständnis

Die spirituelle Lebensaberatung stellt für uns eine notwendige Ergänzung zur Geistheilung dar, manchmal kann sie die Methoden der energetischen Heilbehandlung sogar vollständig ersetzen. Obwohl im Rahmen der Lebensberatung fast völlige Freiheit bezüglich der Strategien und verwendeten Ansätze herrscht, sind uns gewisse Arbeitsgrundsätze wichtig. Als Lebensberater in der Klientenarbeitsowie als Ausbilder für künftige spirituelle Lebensberater möchten wir hier einen Überblick darüber geben, nach welchen Grundsätzen wir unsere Arbeit gestalten. Sie sollen dadurch einen Eindruck davon erhalten, ob wir als Heilungs-Begleiter oder Ausbilder für Sie geeignet sind. Viele der nun aufgezeigten Punkte stellen Entscheidungen dar, die wir für unsere Arbeit getroffen haben, die aber für andere Lebensberater nicht unbedingt Gültigkeit haben müssen. Sie sollen aufzeigen wo wir als spieituelle Lebensberater stehen und welchen Grundsätzen wir folgen, ohne dass diese Grundsätze den Anspruch auf Vollständigkeit oder schlussendliche Weiheit haben.

 

lösungsorientierter Ansatz

Der Klient sucht bei einem Lebensberater Hilfe bei einem konkreten oder noch nicht greifbaren Problem. Dessen Ursachen zu erforschen gehört nach Möglichkeit zur Lebensberatung dazu. Allerdings ist es hinderlich für den weiteren Verlauf der Begleitung, diesen Ursachen durch Ausschmückung oder dramatische verbale Inszenierung mehr Gewicht einzuräumen, als unbedingt nötig. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit, deshalb ist es sinnvoller, Lösungen zu suchen und diese gegebenenfalls auszuschmücken.

 

Perspektiven aufzeigen

Die Ursachen für ein Ungleichgewicht oder eine seelische Belastung aufzuspüren sollte einem Lebensberater leicht fallen. Wichtig ist allerdings die Kunst, dem Klienten Perspektiven für die nun nötigen Veränderungen aufzuzeigen. Obwohl der Akt der Versänderung selbst den meisten Klienten anfangs schwer fällt, besteht in der Unterstützung hierbei dieeigentliche Herausforderung für den Lebensberater. Erweist sich eine empfohlene Strategie als nicht umsetzbar oder zu schwierig, sollte ein neuer Ansatz präsentiert werden können.

 

Ein Lebensberater verkauft keine Erkenntnis, sondern Hilfe auf dem Weg dorthin

Lebensberater sind angehalten, für beide Seiten vertretbare Honorarforderungen zu stellen. Der Klient erwirbt vom Lebensberater nicht die Erkenntnis, sondern dessen Hilfe dabei, zu eigenen Erkenntnissen zu gelangen. Aufgrund anderer Arbeitsgrundlagen und Ansätze dringen wir erfahrungsgemäß schneller zu Ursachen und Lösungen vor als zum Beispiel ein klassischer Psychotherapeut. Dennoch sollte der übliche Honorarsatz eines psychotherapeutisch tätigen Psychologen die Obergrenze für das Honorar eines spirituellen Lebensberaters darstellen.

 

den Klienten in der Eigenverantwortung belassen

Aufgabe des Lebensberaters ist es nicht, seine Klienten zu verändern. Vielmehr unterstützt er sie in erster Linie bei den Veränderungen, die sie selbst wünschen. Sollte die Art des seelischen Ungleichgewichte weitere Veränderungen (stets im Sinne von Ent-Wicklung!) erforderlich machen, spricht der Lebensberater dies mit seinem Klienten offen durch. Subtile Überzeugungsarbeit oder suggestive Kritik an der Person sind einem vertrauensvollen Miteinander nicht dienlich.

 

wenn möglich, keine oder wenige grundsätzliche (Be-)Wertungen oder Urteile

Ein Lebensberater muss selbst die moralischen und ethischen Grenzen festlegen, innerhalb deren er für seinen Klienten tätig wird. Es ist allerdings nicht statthaft, den Klienten für seine Lebensauffassungen oder Werte anzugreifen. Wenn moralische Grundwerte unvereinbar sind, sollte im Zweifelsfall die Begleitung abgebrochen werden. Der Lebensberater hat nicht die Aufgabe aus seinem Klienten einen "besseren Menschen" zu machen. Er soll ihm vielmehr bei der Erlangung eines "besseren Lebens" helfen. Wir sind keine Erfolgscoaches, die anderen zu Rücksichtslosigkeit oder moralisch zweifelhaften Fähigkeiten verhelfen. Dennoch müssen unsere Klienten unsere spirituellen Auffassungen nicht teilen. Diese dienen uns zuallererst als Arbeitsgrundlage für einen Dienst am Mitmenschen.

 

nicht Angst machen, sondern Mut

"Ich kann sehen, dass Ihre Seele total aus dem Gleichgewicht ist. Ich habe mal ihr Karma gependelt und kann Ihnen da kaum Hoffnung machen. Sie werden oft zu mir kommen müssen, bis ein wenig Erleichterung spüren." Berichte von Klienten über derartige Aussagen anderer spiritueller Lebensberater sind erschreckend, aber leider real. Der seriöse und verantortungsvolle Umgang mit den Möglichkeiten der spirituellen Lebensberatung gebietet es, dem Klienten gegenüber dessen Chancen zu betonen, statt seine Situation unnötig zu dramatisieren. Eine zielorientierte Offenheit dem Klienten gegenüber bleibt natürlich dennoch erforderlich.

 

"Was ich alles weiß..."

Obwohl die Aufdeckung der seelischen/energetischen Ursachen von Unwohlsein oder Krankheit im Optimalfall gelingt, ist diese Ursache nur eine Randerscheinung der Lebensberatung. Der Klient sucht nicht nach seinem Problem, er sucht nach einer Lösung. Die Ursachen über Gebühr auszuschmücken oder dramatisch in Szene zu setzen dient möglicherweise dem Schauspiel und der Profilierung des Lebensberaters gegenüber dem Klienten. Dessen Genesung dient es nicht unbedingt.

 

Lebensberater kennen den Begriff der Demut

Der Lebensberater ist angehalten, mit seinen Klienten auf Augenhöhe zu bleiben, wenn möglich. Er ist nicht der Meister oder die Vorlage für das Leben des Klienten. Nachhaltige Heilung besteht darin, dass der Klient in den Fluss seines eigenen Lebens (seiner eigenen Lebenskraft) zu gelangen. Der Geistheiler versteht sich dabei als Wegbegleiter, nicht als "das Ziel". Selbst wenn der Klient bisher scheinbar fahrlässig oder aus großer Unwissenheit heraus handelte, erhebt das nicht den Lebensberater über ihn.

 

Arbeit im Auftrag des Klienten

Es ist die Aufgabe des Lebensberaters, seinem Klienten bei denjenigen Veränderungen behilflich zu sein, die der Klient wünscht. Eigeninitiative bei der "Veränderung des Klienten" zeugt entweder von einem falschen Arbeitsansatz, einer Profilierungssucht oder einem Helfersyndrom.

 

Der Lebensberater ist um die Würde und die Integrität des Klienten bemüht

Die Vielfalt an Informationen, die eine entwickelte Wahrnehmung offenbaren KANN, ist erstaunlich und kaum zu fassen. Aufgabe des Lebensberaters ist es jedoch nicht, möglichst viel über den Klienten aufzudecken, zu wissen oder zu offenbaren. Fraglich ist in jedem Einzelfall, welche Informationen der Klient erhalten soll. Die Arbeit mit genau dem für die Heilbegleitung erforderlichen Minimum an Information steht einem Lebensberater gut zu Gesichte.

 

Lebensberater vs. Wahrsager

Viele Klienten wünschen ausdrücklich einen Blick in ihre Zukunft. Obwohl viele spirituelle Lebensberater mit Hilfe ihrer medialen Befähigung durchaus Eindrücke aus der "Zukunft" ihrer Klienten wahrnehmen können, ist die Mitteilung dieser Informationen ein Paradoxon. Denn schon durch die Übergabe der Informationen wird die Zukunft des Kienten verändert, außerdem kann er sie nun aktiv und gezielt beeinflussen. DIES MUSS DER LEBENSBERATER IHM ZWINGEND MITTEILEN. Andernfalls kann es sein, dass der Klient die "Durchgaben" des Lebensberaters für "schicksalhaft unveränderlich" hält und unterbewusst als selbsterfüllende Prophezeihung auslebt. Fraglich ist außerdem, ob die Gefahr der Induktion oder Projektion besteht. Denn:

 

Lebensberater sind Menschen

Ein spiritueller Lebensberater sollte seine "Schwächen" kennen; er darf in manchen Bereichen seines Lebens unzulänglich sein, er darf auch selbst noch auf seinem Weg zu Ganzheit und Erleuchtung sein. Selbst mit Unterstützung der geistigen Welt muss er weder alles wissen noch alles können. Verlangt er von sich solcherlei Perfektion, stellt dies einen unreflektierten Umgang mit dem Weg der Seele zum Licht und dem Wesen des Menschseins dar. Ein Lebensberater ohne Willen zur Selbstkenntnis wird schwer zu der Klarheit und Distanz finden, die in seiner Arbeit wichtig und hilfreich sind.

 

Es ist nicht das primäre Ziel, dass sein Klient "erleuchtet" wird

Viele Klienten möchten von "einfach" einem Unwohlsein oder einer seelischen Disharmonie befreit werden. Verlangt der Lebensberater von sich, seine Klienten in jedem Fall wieder in die Balance zurück zu begleiten, stellt er seinen Willen möglicherweise über die Gesetzmäßigkeiten im Leben seiner Klienten. Die Arbeit an seelischen/energetischen Ungleichgewichten bildet den Kernpunkt in der Arbeit des spirituellen Lebensberaters. Dabei sollte aber immer das höhere Selbst des Klienten die entscheidende Instanz darstellen. Der Klient entscheidet sozusagen selbst über seine Entwicklung, der Lebensberater tut dies nicht. Diese Aussage mag provokant wirken. In unserer Arbeit als Lebensberater betrachten wir das Wohlbefinden, die Selbstkenntnis und die seelische/persönliche Ent-Wicklung unserer Klienten als sinnvolle Ziele, was für uns einen vertretbaren Kompromiss darstellt.

 

Dieser Verhaltenskodex für selbstwärts-Lebensberater ist dem für selbstwärts-Geistheiler sehr ähnlich. Als Mitglied des Dachverbandes Geistiges Heilen e.V. halte ich mich ebenfalls an den an den dort angezeigten Ehrenkodex für Geistheiler. Meine Erläuterungen gehen in ihrer Anzahl und Ausführlichkeit darüber hinaus. Den Ehren-Kodex des DGH finden Sie unter dem Menüpunkt "Heiler finden" auf der Homepage des Dachverbandes.