Geistheilung, spirituelle Lebensberatung und Ausbildung - selbstwärts - Praxis und Schule in Leipzig

 

Geistheiler bei selbstw�rts - Ein Selbstverständnis

 


Das Arbeitsgebiet "Geistheilung" ist sehr vielfältig. Geistheiler bedienen sich verschiedenster Methoden, denen eines gemeinsam ist: Die Heibegleitung mit Hilfe der Kraft des Geistigen. Manche Geistheiler folgen bestimmten Paradigmen, Kodizes oder Dogmen die durchaus als positive und hilfreiche Festlegungen verstanden werden können. Da wir nicht nur als Geistheiler tätig sind, sondern auch künftige Geistheiler und spirituelle Lebensberater ausbilden, ist es uns wichtig, einen Überblick über die Ansichten zu geben die wir als Geistheiler bei selbstwärts vertreten. Dieser "Kodex" für Geistheiler trifft sicher nicht auf alle unsere Kollegen zu, vieles werden Sie aber auch in der Arbeit und den Worten auch anderer Geistheiler wiederfinden. Unser Geistheiler-Kodex erhebt weder Anspruch auf Vollständigkeit, noch auf abschließende Weisheit. Er zeigt, wo wir als Geistheiler stehen und was Sie als Klient oder Seminarteilnehmer von uns erwarten dürfen.

 

Ein Geistheiler ersetzt nicht den Arzt oder Heilpraktiker

Körperliche Gegebenheiten oder gar "Gefahr in Verzug" zu erkennen, setzt eine entsprechende Ausbildung voraus. Auf Körperliches bezogen haben Ärzte und Heilpraktiker diese Qualifikation erworben. Ein Geistheiler respektiert das und ermuntert seinen Klienten, sich ggf. an diese Fachleute zu wenden. Meine Klienten sind angehalten, die Meinung eines Arztes oder Heilpraktikers einzuholen, unabhängig davon ob sie deren Empfehlungen folgen oder deren Therapien umsetzen. Wir behalten uns vor, gegebenenfalls eine Heilbegleitung abzulehnen.

 

Ein Geistheiler gibt kein Heilungsversprechen ab

Obwohl es für Geistheiler reizvoll sein mag, seinen Klienten die Affirmation dessen baldiger Genesung (in Form eines Heilungsversprechens) zu geben, ist diese Vorgehensweise unzulässig. Wir geben unseren Klienten kein Heilungsversprechen, aber wir sichern fest zu, als Geistheiler unser Bestes zu tun.

 

Ein Geistheiler "verkauft" nicht Energie, sondern Zeit, Können und Erfahrung

Geistheiler sind angehalten, vertretbare Honorarforderungen zu stellen. Natürlich ist es gerade hier wichtig, dass der Klient etwas in seine Entwicklung investiert - aber die Heilung ist nicht käuflich. Die Arbeit des Geistheilers ist dagegen käuflich, wobei Stundensätze von mehr als 80 Euro einen unangenehmen Geruch haben.

 

Ein Geistheiler lässt seinen Mitmenschen ihre Eigenverantwortung

Aufgabe des Geistheilers ist es nicht, seine Klienten zu heilen. Vielmehr unterstützt er sie bei der Aktivierung ihrer Selbstheilungskräfte. Das setzte die aktive Mitarbeit der Klienten voraus. Der Geistheiler ist der Kanal, durch den Energien, Informationen oder Erkenntnisse zu seinen Klienten gelangen. Es ist anmaßend für einen Geistheiler, sich als Quelle der Genesung darzustellen.

 

Ein Geistheiler stellt keine Diagnosen

Natürlich sind viele Geistheiler in der Lage, auch körperliche Störungen zu erkennen. Aber Aufgabe des Geistheilers ist es nicht, diese "um jeden Preis" mitzuteilen. Vielmehr sollte ein Geistheiler dabei behilflich sein, die seelischen Ursachen dieser körperlichen Erkrankung oder des Ungleichgewichtes zu beheben. Kein Geistheiler ist unfehlbar in seiner Wahrnehmung, er ist keinesfalls Kritiker einer medizinischen Diagnostik oder gar deren Konkurrent. Auch der Hinweis auf bestehende energetische Blockaden in konkreten Bereichen ist nicht statthaft.

 

Ein Geistheiler arbeitet nicht mit Angstmacherei

"Sie haben da etwas in Ihrer Aura und wenn es bisher keiner gesehen hat, spricht das dafür, dass Sie zu mir kommen sollten, damit ich Sie davon heile. Wenn Sie länger damit warten, wird es Ihnen noch leid tun.". Berichte von Klienten über solche Aussagen anderer Geistheiler machen uns sprachlos - wir halten diesen Umgang mit den Möglichkeiten der Geistheilung gelinde gesagt für unreflektiert. Ein Geistheiler kennt die Systematik, die attraktivere Informationen/Energien an die Stelle unattraktiverer setzt und wird sich auch verbal entsprechend verhalten.

 

Geistheiler arbeiten lösungsorientiert

Obwohl die Aufdeckung der seelischen/energetischen Ursachen von Unwohlsein oder Krankheit im Optimalfall gelingt, ist diese Ursache nur eine Randerscheinung der Geistheilung. Der Klient sucht nicht nach seinem Problem, er sucht nach einer Lösung. Die Ursachen über Gebühr auszuschmücken oder dramatisch in Szene zu setzen dient möglicherweise dem Schauspiel und der Profilierung des Geistheilers gegenüber dem Klienten. Seiner Genesung dient es nicht.

 

Geistheiler kennen den Begriff der Demut

Der Geistheiler ist angehalten, mit seinen Klienten auf Augenhöhe zu bleiben, wenn möglich. Er ist nicht der Meister oder die Vorlage für das Leben des Klienten. Nachhaltige Heilung besteht darin, dass der Klient in den Fluss seines eigenen Lebens (seiner eigenen Lebenskraft) zu gelangen. Der Geistheiler versteht sich dabei als Wegbegleiter, nicht als "das Ziel".

 

Der Geistheiler arbeitet im Auftrag des Klienten

Es ist die Aufgabe des Geistheilers, seinem Klienten bei denjenigen Veränderungen behilflich zu sein, die der Klient wünscht. Eigeninitiative des Geistheilers bei der "Veränderung des Klienten" zeugt entweder von einem falschen Arbeitsansatz, einer Profilierungssucht oder einem Helfersyndrom.

 

Der Geistheiler ist um die Würde und die Integrität des Klienten bemüht

Die Vielfalt an Informationen, die eine entwickelte Wahrnehmung offenbaren KANN, ist erstaunlich und kaum zu fassen. Aufgabe des Geistheilers ist es jedoch nicht, möglichst viel über den Klienten zu wissen. Fraglich ist in jedem Einzelfall, welche dieser Informationen der Klient erhalten soll. Die Arbeit mit genau dem für die Heilbegleitung erforderlichen Minimum an Information steht einem Geistheiler gut zu Gesichte.

 

Geistheiler vs. Wahrsager

Viele Klienten wünschen ausdrücklich einen Blick in ihre Zukunft. Obwohl Geistheiler mit Hilfe ihrer medialen Befähigung durchaus Eindrücke aus der "Zukunft" ihrer Klienten wahrnehmen können, ist die Mitteilung dieser Informationen ein Paradoxon. Denn schon durch die Übergabe der Informationen wird die Zukunft des Kienten verändert, außerdem kann er sie nun aktiv und gezielt beeinflussen. DIES MUSS DER GEISTHEILER IHM ZWINGEND MITTEILEN. Andernfalls kann es sein, dass der Klient die "Durchgaben" des Geistheilers für "schicksalhaft unveränderlich" hält und unterbewusst als selbsterfüllende Prophezeihung auslebt. Fraglich ist außerdem, ob die Gefahr der Induktion oder Projektion besteht. Denn:

 

Geistheiler sind Menschen

Ein Geistheiler sollte seine "Schwächen" kennen; er darf in manchen Bereichen seines Lebens unzulänglich sein, er darf auch selbst noch auf seinem Weg zu Ganzheit und Erleuchtung sein. Selbst mit Unterstützung der geistigen Welt muss er weder alles wissen noch alles können. Verlangt er von sich solcherlei Perfektion, stellt dies einen unreflektierten Umgang mit dem Weg der Seele zum Licht und dem Wesen des Menschseins dar. Ein Geistheiler ohne Willen zur Selbstkenntnis wird schwer zu der Klarheit und Distanz finden, die in seiner Arbeit wichtig und hilfreich sind.

 

Der Geistheiler hat nicht in erster Linie das Ziel, dass sein Klient geheilt wird

Viele Klienten möchten von "einfach" einer körperlichen Erkrankung befreit werden. Verlangt der Geistheiler von sich, seine Klienten derart heilen zu können, stellt er seinen Willen über die Gesetzmäßigkeiten im Lebens seiner Klienten. Die Arbeit an seelischen/energetischen Ungleichgewichten oder Krankheiten bildet einen der Kernpunkte in der Arbeit des Geistheilers. Dabei sollte aber immer das höhere Selbst des Klienten die entscheidende Instanz darstellen. Der Klient entscheidet sozusagen selbst über seine Heilung, der Heiler tut dies nicht. Diese Aussage mag provokant wirken. In unserer Arbeit als Geistheiler betrachten wir das Wohlbefinden, die Selbstkenntnis und die seelische/persönliche Ent-Wicklung unserer Klienten als sinnvolle Ziele, was für uns einen vertretbaren Kompromiss darstellt.

 

Der Geistheiler achtet die Freiheit des Klienten

Es steht dem Geistheiler nicht zu, den Klienten zu einer Sitzung/Serie von Sitzungen zu "zwingen". Vorkasse oder Vorauszahlungen für mehrere Sitzungen, angstmachende Aussagen über den Zustand des Klienten oder etwa die Darstellung einer Heilmethode als "die einzig wahre/helfende" sind unlauter. Der Geistheiler sollte jede Sitzung so gestalten, dass der Klient auch dann die maximale Wirkung erzielen kann, wenn er nicht wiederkommt. Und auch derart, dass er sich nicht gezwungen fühlt, wiederzukommen.

 

Als Mitglied des Dachverbandes Geistiges Heilen e.V. halte ich mich an den dort angezeigten Ehrenkodex für Geistheiler. Meine Erläuterungen gehen in ihrer Anzahl und Ausführlichkeit darüber hinaus. Den Ehren-Kodex des DGH finden Sie unter dem Menüpunkt "Heiler finden" auf der Homepage des Dachverbandes.