Gedanken und Anregungen zur Heilarbeit und Lebensberatung
Dier hier in aller Kürze dargestellten Gedanken und Erläuterungen sind aus meiner Sicht universell - natürlich NUR für diejenigen Seminare, ich selbst gebe. Andere Heiler mögen anderer Meinung sein oder mehr Weisheit erreicht haben. Erfahrungswerte und inneres Wissen sind meine (sicher auch fehlbaren) Quellen für diese Seite. Ich selbst bin allerdings von der Kraft und Wahrheit dieser Aussagen überzeugt. Möge sie meinen Teilnehmern und allen anderen nützen.
Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.
Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, verstärken wir mit unserer jeweils individuellen Kraft. Ich kann mich auf eine Unzufriedenheit mit mir ausrichten, oder auf meine Entwicklung. Das Ergebnis wird jeweils ein anderes sein. Die eigene innere Ausrichtung zu trainieren und selbst zu gestalten erhöht die Lebensqualität beträchtlich, falls die Ausrichtung bisher tendenziell destruktiv und problemorientiert war. Während einer energetischen Heilung ist die Ausrichtung auf die Krankheit oder deren Bekämpfung wenig förderlich.Die Wahrnehmung folgt der Aufmerksamkeit.
Meine Wahrnehmung wird mir immer das zeigen, worauf ich sie richte: im Alltag wie in der Heilarbeit. Eine offene Wahrnehmung ist der geschlossenen vorzuziehen. Die geschlossene, also einseitige Wahrnehmung liefert oft Fehlinformationen. Wahrnehmungen wie "ALLE Politiker sind schlecht", "ALLE Kinder sind frech", "DIE Frauen sind zickig" oder "DIE Männer sind aggressiv" können Hinweise auf solche Einseitigkeit liefern. Ich erachte es für einen Heiler oder Berater als außerordentlich hilfreich, die Wahrnehmung zu trainieren und zu öffnen.Jeder verfügt über verlässliche feinstoffliche Wahrnehmung.
Mindestens einer der grundlegenden feinstofflichen Wahrnehmungskanäle (Hellsehen, Hellfühlen oder Hellwissen) ist in jedem geistig gesunden Menschen im nüchternen Zustand gut bis sehr gut entwickelt und verfügbar. Oft mangelt es lediglch an der bewussten Auswertung der wahr-genommen Informationen, an Übung und/oder an Selbst-Vertrauen.Wahrnehmung bedeutet Empfangen
Die Wahrnehmung ist ein weiblicher Akt, ein Akt des Empfangens. Sie zu erzwingen, ist ein männlicher Akt. Die Zufriedenheit mit der Fülle und der Qualität der Wahrnehmung wird von zu großer Anstrengung massiv beeinträchtigt. So kommt es häufig zu Enttäuschungen. Die Aussage „Ich empfange Wahrnehmung“ trifft die Sache also weitaus besser als „Ich nehme wahr“.Der freie Wille des Menschen wird respektiert
Der Mensch ist vielleicht das Einzige Wesen im All, das einen freien Willen hat. Das heißt, er kann entscheiden sich selbst zu entsprechen oder das nicht zu tun. Instanzen der Geistigen Welt entsprechen sich immer und ohne Ausnahme und sie respektieren aber den freien Willen des Menschen. Erzengel Michael ist beispielsweise nicht frei, seine Eigenschaften zu verändern.Bitte, und es wird Dir gegeben
Die geistige Welt unterstützt uns nur dann, wenn wir uns bewusst, also absichtlich, dafür öffnen. Dann ist es außerdem hilfreich, wenn ich mich konkret denjenigen Instanzen oder Energien öffne, deren Qualitäten ich genießen möchte. Tue ich dies nicht, wird mein freier persönlicher Wille (oft auch als Ego bezeichnet) respektiert.Alles ist Energie – alles ist Kraft
In der Welt der Polarität sind wir oft einseitig kraftvoll. Das heißt ich habe entweder Kraft im Ausruhen ODER im Tätigsein. Ich habe entweder Kraft in der Freude ODER in der Traurigkeit. Schwäche bedeutet, dass ich mich innerlich auf den Gegenpol dessen ausrichte, was gerade kraftvoll ist oder mich gegen das wehre, was gerade kraftvoll ist.Nur der Widerstand verursacht Schmerz und Leid
Manche Teilnehmer meiner Seminare erfahren die Gabe des „liebenden Weinens“. Es ist ein außerordentlich genussvoller Zustand, auf diese Weise traurig zu sein. Auch Schmerz entsteht, weil ich ein Signal des Körpers ablehne. Entspreche ich dem Signal in seiner Art, dann empfinde ich keinen Schmerz und kein Leid, oder erfahre Linderung.„Engel haben keine Nasen“
Die Heilarbeit besteht zu einem großen Teil aus inneren Bildern und Metaphern. Das heißt es entspricht manchen Menschen, sich die Energien eines Engels als körperliche Gestalt vorzustellen. Diese individuelle "Übersetzung" von Wahrnehmung müssen andere nicht mit ihr/ihm teilen.
Ist es meins?
Viele Inhalte der inneren Wahrnehmung sind eigentlich äußere Wahrnehmungen. Manchmal spüre ich zum Beispiel den körperlichen Schmerz (Widerstand) eines anderen in meinem eigenen Körper, manchmal beispielsweise seinen Widerstand gegen Wut. Allein die innere Frage „Ist es meins?“ kann Klärung bewirken. Auch der Satz „Ich stehe Deiner Wut (Traurigkeit, Widerstand, Kritik) nicht mehr zur Verfügung“ bewirkt dann Befreiung und eigene Klarheit.
Jeder entscheidet selbst, was er an sich verändern sollte
Ich halte das Leben für wundervolle komplex und vollständig richtig. Selbst wenn ein Klient wünscht, sich zu verändern, sollte er dies selbst tun. Wollen wir jemanden verändern (verbessern, optimieren etc), dann handeln wir auf der sehr begrenzten menschlichen Ebene, nicht auf der geistigen oder göttlichen. Ich sollte Heilarbeit unterlassen, wenn ich jemanden nicht so annehmen kann, wie er ist.
Widerstand ist das Gegenteil von Heilung
Empfinde ich starken Widerstand gegen die Erkrankung eines Klienten oder gegen Eigenschaften seiner Person, werde ich genau dies verstärken.
Hat es funktioniert?
Jede Heilung hat Ebenen, auf denen sie besonders intensiv stattfindet. Kann der Klient auf dieser Ebene nicht wahrnehmen, beeinflusst das nicht die Qualität der Heilung. Kann der Heiler auf der Ebene nicht wahrnehmen, die durch ihn bearbeitet wird, könnte er glauben, „es funktioniert nicht“. Gelassenheit in diesen Situationen entsteht vor allem durch Einlassung, Übung und Selbstvertrauen.
Heilung ist heilig
Heilen durch Handauflegen gehört zum Schönsten, was Menschen einander geben können. Der Ort und die Atmosphäre der Heilarbeit sollte entsprechend gestaltet sein. Auch der Selbstwert eines Heilers zeigt sich im Aufwand, den er zur Gestaltung seiner Arbeit - im Rahmen der Möglichkeiten - betreibt.
Das (Pro-)Agieren ist dem Re-Agieren vorzuziehen
Gerate ich mit meinem Klienten in ein bekanntes Muster, zum Beispiel im Rahmen eines Gesprächs, dann kann es geschehen dass der Klient den Heiler führt und der Heiler nur reagiert. So wird die Situation des Klienten verfestigt und Heilung wird behindert. Ein inneres „Aha.“ zu den Aussagen und Verhaltensweisen des Klienten erleichtert die professionelle Distanz und lässt den Weg frei für Inspiration und bewusste Entscheidungen – Aktionen - des Heilers.
Das Ergebnis der Heilung ist offen.
Es sollte offen bleiben, was das Ergebnis der Heilarbeit oder eines Beratungsgesprächs ist. So kann DAS BESTE geschehen, das mir als Heiler so vielleicht gar nicht in den Sinn gekommen ist. Es kann für einen Klienten zum Beispiel viel wichtiger Kraft zu bekommen um seine Situation zu bewältigen (und für sein Leben zu lernen), statt die Situation „wegmachen“ zu können. Wenn die Bewältigung der Situation für sein Leben wichtig ist, wird sie sich wiederholen. So kann der Heiler durch unagemessene Entscheidungen das unangenehme Erleben stabilisieren oder auch verstärken.
Energiefluss vom Klienten zum Heiler
Die Energie, die durch den Heiler zum Klienten kommt, kann nicht bezahlt werden. Niemand so viel Geld und man kann es auch nicht an die geistige Welt überweisen. Es gibt aber vieles in der Heilarbeit, was bezahlt werden sollte. Zum Beispiel: Ausbildung, Vorbereitung, Zeit und sonstige Aufwendungen des Heilers. Wird kein Energiefluss vereinbart, gerät der Klient möglicherweise in die Schuld des Heilers. Ich empfehle, diese Situation zu vermeiden.
Heilung heißt nicht „gesund-machen“
Wenn der Heiler den Anspruch an sich stellt, Symptome zu entfernen, läuft er mit sehr großer Wahrscheinlichkeit am Kern der Heilung vorbei. Ziel der verantwortungsbewussten Heilarbeit bei selbstwärts ist die Ent-Wicklung des Klienten. Gelingt dies, ist seine Gesundheit eine zwangsläufige Spätfolge, da das Wesen von körperlicher Krankheit meist darin besteht, Ver-Wicklungen und Widerstände anzuzeigen, die auf höheren Ebenen bestehen.
Keine Diagnosen
Dass den Aussagen des Heilers Aufmerksamkeit und Glauben geschenkt wird, mag das Ego erfreuen. Umso mehr ist darauf zu achten, dass keine Diagnosen gestellt werden. Wenn ich mich irre, und fälschlicherweise behaupte „Sie haben da was im Emotionalkörper“ oder „Ihr linke Niere ist dunkel“ kann dazu führen, dass der Klient genau diese Symptome ausprägt. Natürlich kann es sein, dass er in der nächsten Sitzung sagt „Sie hatten Recht. Jetzt merke ich erst, wie weh mir die linke Niere tut“.
Diagnostizierende Heiler können bei jedem Gesundheitsamt angezeigt werden. Dem Klienten ist natürlich freigestellt, sich selbst zu diagnostizieren. Der Umgang des Heilers damit möge weise sein.
Klienten haben keine „Blockaden“
Unterstelle ich dem Klienten Blockaden, dann diagnostiziere ich. Dies ist den Vertretern der Heilberufe vorbehalten. Ein Trick: Man kann den Klienten fragen, wo etwas noch besser sein könnte (das Energielevel, der Grad an Gelassenheit, etc.). Es ist unangemessen zu behaupten, wo etwas „(zu) schlecht“ ist. Der Klient kann sich dadurch auch „verurteilt“ fühlen, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Niemand ist unfehlbar
Im Rahmen der Heilung hat der Heiler immer Recht: In dem Sinne, dass er die Heilung führt (mithilfe von Impulsen und Inspirationen auds der geistigen Welt). Der Klient könnte die Neigung haben, den Heiler am Kern der Sache vorbei zu führen, zum Beispiel um eine damit verbundene Angst zu vermeiden. Mit dieser Situation ist liebevoll, sorgsam und insgesamt angemessen umzugehen.
Liebevoll, aber konsequent
Das Selbstbild des Heilers überträgt sich auf den Klienten, auf allen Ebenen. Das betrifft auch Angst, Unsicherheit, Unbequemlichkeit etc. Deshalb ist es besonders vorteilhaft, dass der Heiler Selbstliebe sowie zum Beispiel Zufriedenheit und Gelassenheit empfindet und sehr gut für sein eigenes Wohlbefinden sorgt. Dieses Wohlbefinden kann er dann an seinen Klienten weitergeben, falls dies im Rahmen der Heilung angezeigt ist.
Der Heiler bekommt die zu ihm passenden Klienten
In zahlreichen Eigenschaften der Klienten kann sich der Heiler selbst erkennen. Dabei kann man seinen Blick auf verschiedenste Aspekte lenken: Auf Potentiale, Verwicklungen, Erfolg der Begleitung, Vertrauensverhältnis zwischen Heiler und Klient. Ich empfehle eine konstruktive Auswertung dieser Übereinstimmungen.
Die Frage, wie „zufrieden“ ein Heiler mit seinen Klienten ist, beinhaltet ein erstaunliches Entwicklungspotential für ihn.